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Freie Schule Dreisamtal
Profil: Freie Schule
Schultyp: Grundschule, Hauptschule, Werkrealschule
Schulkonzept: Einflüße von Montessori
Freie Schule Dreisamtal
Adresse: Am Fischerrain 9, 79199 Kirchzarten
Telefon: 07661/908348, Email: buero@dreisamtalschule.de
Internetadresse: www.freie-schule-dreisamtal.de

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Montessori Schulen

Erklärung der Schulform und Vorstellung deutscher Montessori-Schulen

Waldorf Schulen

Das Schulkonzept im Portrait und Vorstellung deutscher Waldorf-Schulen

Jenaplan Schulen

Das Schulkonzept Jenaplan im Portrait und Vorstellung deutscher Jenaplan-Schulen

Mehlhornschulen

Das Schulkonzept im Portrait und Vorstellung deutscher Mehlhorn Schulen

Freinet Schulen

Das Schulkonzept Freinet Schule im Portrait und Vorstellung deutscher Freinet Schulen

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Die Waldorf Schule

Artikel verfasst von US am 8. November 2009 – 13:581 Kommentar

Das Schulkonzept der Waldorf-Schulen

Das pädagogische Konzept der Waldorfschulen stammt von Rudolf Steiner, nach dem einige Waldorf-Schulen benannt sind. Er gründete die erste Waldorfschule 1919 in Stuttgart. Inzwischen gibt es über 200 Waldorfschulen in Deutschland und insgesamt fast 1.000 in der ganzen Welt. Diese alternative Schulform ist die bekannteste und am weitesten verbreitete. Grundlage der Waldorf-Pädagogik ist die anthroposophische Weltanschauung, die von Rudolf Steiner stark geprägt wurde.

Anthroposophie

Diese Bezeichnung setzt sich aus den griechischen Worten “Menschen” und “Weisheit” zusammen. Man bezeichnet die Anthroposophie als spirituelle Weltanschauung, da der Mensch hier in seiner Gesamtheit der körperlichen, sinnlichen und übersinnlichen Fähigkeiten betrachtet wird. Anthroposophie hat deshalb nicht etwas mit Übersinnlichkeit im Sinne asiatischer Philosophien zu tun, sondern ist eine ganzheitliche Methodik.

Pädagogisches Konzept der Waldorfschulen

Das Konzept Rudolf Steiners baut auf einer Dreigliedrigkeit des Menschen auf. Danach hat jeder Mensch drei grundlegende Fähigkeiten, und zwar das Denken, das Fühlen und das Wollen. Neben den intellektuellen Grundvoraussetzungen, die jeder Mensch mit sich bringt, spielen die künstlerisch-kreativen und die handwerklich-praktischen Fähigkeiten eines Menschen daher eine besondere Rolle in der Waldorfpädagogik.
In der Praxis stellt sich dieses Konzept so dar, dass der Unterricht an einer Waldorfschule stark von kreativen und handwerklichen Fächern geprägt ist. Jeder Unterricht an der Waldorfschule soll künstlerische Elemente enthalten.
Jeder Schultag beginnt mit einem zweistündigen Hauptunterricht in Form des sogenannten Epochen-Unterrichts. Das bedeutet, dass über einen Zeitraum von mehreren Wochen nur ein Schulfach unterrichtet wird. Daran schließt sich der Fachunterricht mit zwei Fremdsprachen, die vom ersten Schuljahr an unterrichtet werden, und vielen handwerklich-künstlerischen Fächern wie Gymnastik, Handarbeit, Religion, EDV-Unterricht und Musik sowie der besonderen Tanz- und Bewegungskunst der Eurythmie an.

Keine festen Lehrpläne, feste Klassenverbände

Der Unterricht folgt nicht einem festen, vorgegebenen Lehrplan, sondern eher der Entwicklung der Kinder. Die Waldorfschule kennt keine Differenzierung der Kinder nach verschiedenen Leistungsstufen. Alle Kinder besuchen unabhängig von ihren Fähigkeiten und Begabungen während der gesamten Schulzeit dieselben Klassen. Besonders begabte Kinder werden individuell in Kleingruppen gefördert, weniger begabte Kinder können nicht sitzen bleiben. Zensuren gibt es in der Waldorfschule nicht. Das Schulzeugnis wird durch eine charakteristische Darstellung des Schülers ersetzt. Erst ab dem 9. Schuljahr werden auf Wunsch zusätzlich Zeugnisse ausgestellt.
Im Hauptunterricht werden durchschnittlich 30 Schüler von einem Lehrer unterrichtet. Im Fachunterricht wird die Klasse dann geteilt und im praktisch-künstlerischen Unterricht sogar gedrittelt.

Betreuungszeiten

Waldorfschulen sind oft  Ganztagsschulen mit einem gemeinsamen Mittagessen. Viele Waldorfschulen bieten über den Unterricht hinaus besondere Betreuungsgruppen an.

Abschlüsse an der Waldorfschule

Die Regelschulzeit an der Waldorfschule beträgt zwölf Jahre und schließt mit dem Waldorf-Schulabschluss ab. Die Waldorfschulen in Deutschland bieten zudem alle staatlich anerkannten Abschlüsse an. Den staatlich anerkannten Hauptschulabschluss können die Schüler nach der 10. Klasse, den Realschulabschluss nach der 11. bis 12. Klasse, die staatliche Fachhochschulreife nach der 12. Klasse und das Abitur nach der 13. Klasse erwerben. Diese Bestimmungen können von Bundesland zu Bundesland variieren.

Waldorfschüler erreichen mit über sechzig Prozent das Abitur oder die Fachhochschulreife. Dem stehen nur sieben Prozent der Schüler mit einem Hauptschulabschluss gegenüber.

Finanzierung der Waldorfschulen und Elternbeteiligung

Die Waldorfschulen werden zu einem großen Teil staatlich gefördert, so dass nur ein geringer Anteil der Kosten in Form von Schulgeld von den Eltern erhoben wird. Dieses richtet sich nach dem Einkommen der Eltern und beträgt durchschnittlich 150 Euro im Monat. Es wird kein Kind aus finanziellen Gründen abgelehnt, so dass das Schulgeld für Kinder aus geringverdienenden Familien durch das höhere Schulgeld für andere Kinder abgedeckt wird.

In der Waldorfpädagogik ist ein starkes Engagement der Eltern vorgesehen. Es besteht darüber hinaus ein gewisses Interesse an einer anthroposophischen Grundhaltung der Eltern.

Berühmte Absolventen der Waldorfschulen

Insbesondere im künstlerischen Bereich, aber auch in der Wirtschaft, Wissenschaft und Politik gibt es eine Menge bekannter Waldorf-Absolventen in der ganzen Welt. Unter ihnen befinden sich so berühmte Namen wie Sandra Bullock, Volker Brandt, Rainer Werner Fassbinder, Cosma Shiva Hagen, Tita von Hardenberg, Heiner Lauterbach, Ferdinand Alexander Porsche, der ehemalige Präsident der Deutschen Bundesbank, Karl Otto Pöhl, Christian Quadflieg, der ehemalige Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, Dr. Michael Rogowski, Martin Semmelrogge und viele andere.

Diese Schulen sind zum Beispiel Waldorf Schulen:
- Waldorfschule Düsseldorf
- Freie Waldorfschule Trier
- Freie Schule Elmshorn

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1 Kommentar »

  • sille sagt:

    – 12-18 Schüler in einer Klasse??? Es ist leider die Wahrheit, dass eine Klasse 30-35 Schüler hat! Wo kommen diese Zahlen her?

    – und zum Thema Abschlüsse:
    Zumindest in meiner Schule war es so, dass mit dem Waldorfabschluss in der 12. automatisch der Realschulabschluss erreicht war, und dass das Abitur staatlich anerkannt ist!

Wir freuen uns auf ihren Kommentar zum Artikel!

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